12.03.2026

Musik-Abo Tag 12

Unsere musikalische Weltreise beginnt in den Anden

Ich begrüße Dich zum 12. Tag des Musik-Abos.

Eines der faszinierendsten Dinge ist für mich die Vielfalt der Weltmusik – also die verschiedenen landestypischen Instrumente, Rhythmen, Tonleitern und Klangfarben.

In der Mongolei etwa praktiziert man den sogenannten Kehlkopfgesang. Extrem faszinierend: Da kommen kuriose Laute aus einem Menschen – und manche Mongolen können auf diese Weise zwei Stimmen gleichzeitig singen: eine sehr tiefe und eine sehr hohe. Unfassbar.

So finden wir in jedem Land ein reiches Spektrum eigenständiger musikalischer Töne und Formen.

Im Abo möchte ich Dir einige dieser Facetten vorstellen und Dich jeden Monat einmal auf musikalische Weltreise entführen.

Heute beginnen wir mit den peruanischen Anden.

Zum Hintergrund: Einer meiner Lieblingstexte gehört zum Stück „The Circus of Now“ (deutsch: „Immer derselbe alte Zirkus“).

Dieser Text ist wunderbar skurril, steckt voller Andeutungen und Metaphern für den Irrsinn unserer Zeit – weltweit.

„Geschminkte Gesichter, eine Parade aus Plastik zieht durch eine Welt aus Beton – Fernsehpropheten singen ihr nichtssagendes Lied …“ heißt es da beispielsweise.

Diesen Text habe ich bislang in 20 Variationen um die Welt reisen lassen – jede übersetzte Version mit einer landestypischen Liedform verbunden.

Es handelt sich also um 20 völlig eigenständige Stücke – während lediglich der Text derselbe bleibt (abgesehen von der jeweiligen Übersetzung).

Zu unserem Reiseauftakt in die Anden gehören natürlich Panflöte, Anden-Gitarre, Anden-Trommeln und ähnliche typische Instrumente.

Und wie wir heute nach Peru reisen, so werden wir mit dem mongolischen Text irgendwann in die Mongolei reisen, dann nach Tibet, nach Persien, in den Orient, nach Mittelamerika, nach Afrika, nach Russland und in europäische Länder.

So wirst Du den Zirkus eines Tages als sympathischen französischen Chanson kennenlernen, als italienische „Eros-Ramazotti“-Hymne oder gar in einer türkischen Variante.

Musik überwindet alle Grenzen und Vorurteile.

Keine Liedversion ist überzeichnet, keine Karikatur – jede ist stilvoll, möglichst authentisch und keine wie die andere.

Am Ende wirst Du vielleicht überrascht sein, was aus einem einzigen textlichen Stoff alles entstehen kann, wenn er um die Welt reist.

Zum heutigen Auftakt wünsche ich Dir nun eine prickelnde Anden-Gänsehaut.

Alles Liebe
Dein MiKe

PS. Nachfolgend der spanische Text.

Eine zauberhafte englische Version findest Du mitsamt Text hier:
https://www.mikemachtmusik.de/titel-circus-of-now

Und die deutschsprachige Version mitsamt Text hier:
https://www.mikemachtmusik.de/titel-derselbe-alte-zirkus

El Circo de Hoy (Peru)

El Circo de Hoy (Peru)

Verso 1
Rostros pintados, sonrisas que van,
desfilan por calles que nadie soñó jamás.
Profetas de la tele gritan su canción,
palabras vacías que matan la razón.

Pre-Estribillo
¿Es un sueño o una farsa sin final?
Todo gira, se repite, siempre igual.

Estribillo
¡Gira, gira, el circo de hoy está aquí!
Bufones salvajes nos roban el corazón.
Ríen los relojes, doblando el destino,
la rutina baila su ballet sin camino.

Post-Estribillo
Oh na na na, espirales girando,
Oh na na na, sin comienzo ni mando.

Verso 2
Ciudades de espejos arden en mi ser,
la historia borrada renace otra vez.
Marionetas de oro, enredos de ilusión,
sombras que danzan, muere la verdad hoy.

Estribillo
¡Gira, gira, el circo de hoy está aquí!
Bufones salvajes nos roban el corazón.
Ríen los relojes, doblando el destino,
la rutina baila su ballet sin camino.

Post-Estribillo
Oh na na na, espirales girando,
Oh na na na, sin comienzo ni mando.