Die Menschen sind WIR

aus dem epischen Album ‚Lukanga Mukara‘ von MiKe – 2025

Titel 5

Brief 3

Die Menschen sind WIR

Im dritten Brief wundert sich Lukanga über die deutsche Presse, die viel schreibt, aber wenig sagt – und noch weniger Gutes hervorbringt. Die Menschen halten sich für die „Krone der Schöpfung“. Nur in der klassischen Musik der Wasungu (der Deutschen, der Europäer) findet Lukanga Mukara noch Schönheit und Trost.

Gesprochenes Intro

Omukama, mein König! 

Ich hörte die Wasungu reden ... über sich selbst.

Sie sagten: „Die Menschen sind ... WIR!“


Vers

Jeder schreibt, doch keiner denkt,

sie lesen viel, werden gelenkt.

Sie sagen, wer du bist und was du sollst,

und vor allem, was du kaufen sollst.


Refrain

Sie nennen sich Menschen, 

doch handeln wie Termiten.

Sie nennen sich Menschen, 

doch surren wie Maschinen.

Sie nennen sich Menschen, 

doch können nicht fühlen.  


Vers

Doch eines, Omukama, ist wunderbar:

ihre Sinfonien – ihr Klang so klar.

Wenn sie erklingen, vergess’ ich den Rauch,

dann tanzt mein Herz, dann freut es sich auch. 

Sie treiben viel Unsinn, doch ihre Musik 

ist voller Licht und schenkt mir Glück. 

Strophe 

Sie spielen Theater: 

Der Reiche glänzt, der Arme staunt.

Doch beide wissen nicht mehr, 

was unter der Maske wohnt.

Der Feldherr schwitzt fürs Volk im Blech,

der Pöbel klatscht, dann geht er weg.


Refrain-Wiederholung 

Post Refrain

Sie nennen sich Menschen, 

doch keiner erkennt:

Was nicht von innen spricht, 

verbrennt wie Stroh im Wind.


Bridge, gesprochen

„Mein König, schau den Termiten zu.

Sie sagen: ‘Wir sind die Krone der Schöpfung!’

Sie kennen nichts Größeres als sich selbst – 

wie die Wasungu.“


Refrain

Sie nennen sich Menschen, 

doch tanzen wie Schatten.

Sie nennen sich Menschen, 

doch können nicht lachen.

Sie nennen sich Menschen, 

doch leben in Flucht.

Ich danke, dass ich keiner von ihnen bin – 

und fühl’ noch die Luft.


Gesprochenes Schlusswort

„Omukama ... ich kehr zurück,

bevor ich vergesse, was Menschsein ist.“