Weiße Körner, weiße Kittel
aus dem epischen Album ‚Lukanga Mukara‘ von MiKe – 2025
Titel 11
Brief 6c
Weiße Körner, weiße Kittel
Der sechste Brief von Lukanga Mukara ist der längste, weshalb ich ihn in 5 Teile (und Lieder) aufgeteilt habe. Im dritten Teil c geht es um Zucker, Zahnverderbnis, Zahnflicker, das Geschäft der Medizin, um gefälschte Wissenschaft – und um den Aberglauben „Impfen“.
Omukama, sie nahmen, was süß war und
machten es süßer, bis es krank machte.
Und sie feierten es als Errungenschaft.
Sie nahmen den Saft aus der Rübe,
braun, süß, langsam wie Honig,
und pressten ihn durch Maschinen,
bis nur noch Körner blieben – weiß wie Quarzsand,
hart wie die Herzen derer, die Orden tragen
für das Zerstören des Einfachen.
Was gab das Feld? Süße Nahrung.
Was kam danach? Siechtum und Tod.
Sie aßen die weißen Körner und verloren ihre Zähne.
Zahnflicker kamen mit Gold und Stein,
sie flickten die Zähne und Löcher mit Gewinn.
Sie heilten nichts, aber sie hatten zu tun.
Warum kein Rübensaft mehr? Weil Gold besser klingt.
Warum Schmerzen? Weil es das Geschäft nährt.
Dann kamen die Zähler, zählten Krankheiten,
zählten Tote, zählten Umsatz.
Sie tarnten es als Wissenschaft, doch keiner fragte:
„Wer macht krank – und warum?“
[Zwischenspiel]
Was kam nach der Schwäche?
Der Glaube an die Spritze.
Was adelten sie als Heil?
Den Schnitt ins Fleisch.
Die Priester im weißen Kittel nahmen Eiter von toten Kälbern und schnitten ihn in Kinderfleisch.
Ein Ritual, ein Gericht, ein heiliger Aberglaube.
Sie zählten, wie viele krank wurden
und wie viele starben. Sie verkauften es als Schutz.
Ich nannte es: ein Wunder, dass ich entkam.
Was festigten sie? Ihr eigenes Dogma.
Was schützten sie? Ihr heiliges Geschäft.